Villa Vesta
 
 
 
 

Liebe Kinder, liebe Jugendliche und liebe Eltern

1. arbeitet unsere Kinderneurologin Frau Dr. Och zunehmend u.a. bei Abwesenheiten anderer Kinderärzte auch als "normale" Kinderärztin in unserem Team. Frau Dr. Och hat viele Jahre Erfahrung in der allgemeinen Pädiatrie (auch an mehreren Kinderkliniken als Oberärztin) gesammelt.

2. haben wir wiederum eine neue "alte" Mitarbeiterin in unserem Team: Frau Jenny Marra hat bereits bis 31.7.2010 in der Villa Vesta gearbeitet. Sie gehört jetzt seit Anfang März 2012 mit einem kleineren Teilzeitpensum wieder zu unserem Team!

3. gibt es seit 1.1.2012 neue Impfempfehlungen hinsichtlich Auffrischimpfungen gegen Keuchhusten (Pertussis), Starrkrampf (Tetanus) und Diptherie für Erwachsene:

A) Die wichtigste Empfehlung betrifft Erwachsene und Jugendliche, die in der Familie (v.a. Eltern, Geschwister und Grosseltern) oder im Beruf regelmässigen Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten haben:

Grund für diese neue Impfempfehlung ist, dass die Daten der letzten 10 Jahre zeigen, dass Jugendliche und Erwachsene häufig Ueberträger des Pertussiserregers auf Risikogruppen (Säuglinge!) darstellen, die noch nicht ausreichend geschützt sein können. (Ein guter Schutz gegen eine Keuchhustenerkrankung besteht erst einen Monat nach der 2. Pertussisdosis. Also bei zeitgerechter Impfung des Säuglings frühestens mit 5 Monaten.) Säuglinge sind besonders von schweren Verläufen bis hin zu Lungen- und Herz-Kreislauf-Versagen mit Todesfolge betroffen.

Es wird eine einmalige Auffrischimpfung mit einem Keuchhustenimpfstoff empfohlen, wenn die letzte Keuchhustenimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt.

Da es nur einen Kombinationsimpfstoff mit Starrkrampf und Diptherie gemeinsam mit Keuchhusten gibt wird in diesen Situationen ein Kombinationsimpfung empfohlen. Die letzte Starrkrampf (Tetanus)-Impfung sollte aber mindestens 4 Wochen zurückliegen.

B) Darüber hinaus wird allen Erwachsenen zwischen 25 und 29 Jahren und Jugendlichen, die noch keine 5 Keuchhustendosen erhalten haben unabhängig vom Kontakt zu Risikogruppen eine einmalige Kombinationsimpfung mit Pertussis empfohlen.

C) Die Daten haben aber auch gezeigt, dass im Alter zwischen 25 und 65 Jahren die Tetanus- und Diptherie-Auffrischimpfung nur alle 20 Jahre durchgeführt werden muss.

4. Bei der Gebärmutterhalskrebs-Impfung (HPV) kann auf Grund der neusten Daten bei Durchführung der ersten Impfung vor dem 15. Geburtstag ebenfalls auf eine Dosis verzichtet werden, d.h. in Zukunft braucht es bei Durchführung der Impfung bei Jugendlichen unter 15 Jahren anstatt 3 Dosen nur noch 2 im Abstand von (4-) 6 Monaten.

5. Es gibt seit Januar 2011 einen neuen Pneumokokkenimpfstoff (Prevenar 13). Pneumokokken sind eine "Familie" von Bakterien, die v.a. beim Säugling und Kleinkind unter anderem schwere Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen machen können.

Leider gibt es bei dieser "Bakterienfamilie" viele Untertypen, vor welchen der Impfstoff schützen soll. Der bisherige Impfstoff schützte gegen die 7 anhin häufigsten Typen der Erreger, welche schwere Infekte auslösen können. Der neue Impfstoff schützt gegen 6 weitere (insgesamt also gegen 13) Typen und ist damit deutlich besser:  

Der neue Prevenar 13 - Impfstoff deckt nun über 90 % der in der Schweiz vorhandenen Pneumokokken - Erregertypen ab.

Da Kinder bis 5 Jahre einem erheblichen Krankheitsrisiko durch die Pneumokokken ausgesetzt sind, empfiehlt sich eine einmalige Nachimpfung mit dem neuen Impfstoff.

Der Impfstoff ist in Bezug auf  Nebenwirkungen mit dem alten Pneumokokkenimpfstoff vergleichbar. Es werden lokale Reaktionen (Berührungsempfindlichkeit, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle) beobachtet. Darüberhinaus können während max. 48 Stunden Fieber und leichte Befindlichkeitsstörungen auftreten.

Dr. med. Stephan Menzinger, 4.3.2012


 

Ihre Villa Vesta wünscht Ihnen allen weiterhin alles Gute!



 
 
 
 
 
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last update: 1. Oktober 2008